1. Kennenlernen
Wir sprechen über Ihren Betrieb, Ihre Arbeitsweise und die Aufgaben, die im Alltag unnötig viel Aufmerksamkeit binden. Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Möglichkeiten aufzuzählen. Es geht darum, eine Situation so genau zu verstehen, dass daraus eine verantwortbare erste Rolle entstehen kann.
2. Rolle entwickeln
Wir beschreiben gemeinsam, wofür der digitale Mitarbeiter da ist. Dazu gehören seine typischen Aufträge, sein Arbeitsbereich, seine Auftraggeber und sein Verhalten bei Unsicherheit.
Am Ende muss ein Satz möglich sein wie:
„Dieser digitale Mitarbeiter prüft eingehende Servicefälle, bereitet die nächsten Schritte vor und legt alles zur Freigabe vor, was eine technische Einschätzung braucht.“
3. Wissen und Systeme einrichten
Wir wählen die Quellen, die für seine Arbeit relevant sind, und klären ihre Grenzen. Wir prüfen, wo er lesen, vorbereiten oder handeln darf. Nicht jeder Zugriff, der technisch möglich wäre, gehört automatisch zur Rolle.
4. Einschulen
Die Rolle erhält Beispiele, Regeln, Begriffe, Erwartungen und Freigabepunkte. Mitarbeiter aus dem betroffenen Bereich zeigen, woran gute Arbeit erkennbar ist und welche scheinbar kleinen Ausnahmen im Betrieb große Bedeutung haben.
Dieses Wissen ist oft der Unterschied zwischen einer allgemeinen Antwort und einer brauchbaren Arbeitsergebnis.
5. Sicher in den Betrieb bringen
Die ersten Aufträge laufen mit sichtbarer Kontrolle. Ergebnisse werden geprüft, Rückfragen gesammelt und Regeln nachgeschärft. Der digitale Mitarbeiter muss nicht am ersten Tag möglichst viel übernehmen. Er muss am ersten Tag nachvollziehbar arbeiten.
6. Weiterentwickeln
Wenn die erste Rolle sitzt, zeigt sich, welche nächste Aufgabe sinnvoll wäre. Vielleicht darf sie einen weiteren Dokumententyp prüfen. Vielleicht braucht es eine zweite, spezialisierte Rolle. Vielleicht ist die richtige Konsequenz, eine Grenze enger zu ziehen.
Weiterentwicklung heißt nicht automatisch mehr Autonomie. Sie heißt mehr Passung.